Die Münchner Sicherheitskonferenz ist eine der wichtigsten sicherheitspolitischen Konferenzen weltweit. Im Auftrag von Studio ZX habe ich 2026 zwei Veranstaltungen im Rahmenprogramm der MSC dokumentiert.
Im Vergleich zu Davos war die Atmosphäre in München für mich angenehmer. Das hat zwei Gründe: Zum einen verteilt sich die MSC über einen größeren Raum, was den Druck spürbar reduziert. Zum anderen ist München für mich vertrautes Terrain — ich habe dort mein Fotografiestudium absolviert und kenne die Stadt gut.
Die beiden Veranstaltungen waren kurzweilig und sehr im Münchner Lokalkolorit verwurzelt: Bayerische Speisen, lokales Bier, ein bisschen Oktoberfest-Charme im Hintergrund — und gleichzeitig hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sicherheitsbehörden, die im Rahmenprogramm der MSC zusammenkamen.
Was mir an den MSC-Side-Events besonders gefallen hat, war ein fotografisches Detail: Es war voll. Sehr voll. Sehr eng. Was zunächst nach Hindernis klingt, ist für einen Eventfotografen tatsächlich ein Vorteil. Die Enge schafft Anonymität. Schulter an Schulter mit den Gästen kann man ganz nah heran, ohne als Fotograf wahrgenommen zu werden — die Aufmerksamkeit der Menschen liegt auf den Gesprächen, nicht auf der Kamera neben ihnen.
Das funktioniert allerdings nur mit Vorbereitung und Ruhe. Wer sich in einem überfüllten Raum durchdrängt, fällt sofort auf. Wer wartet, beobachtet, sich an der richtigen Stelle positioniert, wird Teil des Settings — und liefert genau die Bilder, die das Networking-Format ausmachen.
In einem überfüllten Raum kann man Schulter an Schulter mit jemandem stehen — und niemand bemerkt, dass man fotografiert.
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